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Schmerzpraxis Berlin-Mitte

Differenzierte medikamentöse Schmerztherapie

Abhängig vom Ort und der Ursache der Schmerzentstehung sind unterschiedliche Nervensysteme und Botenstoffe an der Entstehung und Weiterleitung der Schmerzempfindung beteiligt.
So hat zum Beispiel der durch eine Entzündung hervorgerufene Schmerz eine andere Qualität als der durch Druck verursachte.
Schmerzen, die in Muskeln entstehen, fühlen sich anders an, als solche aus Eingeweiden. Sind Nerven direkt betroffen, resultiert ein ganz charakteristischer Schmerz.

Ebenso wie Ursache und Empfindung unterschiedlich sind, so kann die Ansprechbarkeit auf verschiedene Medikamente variieren.

Häufig lässt sich durch eine genaue Befragung und Untersuchung herleiten, ob eher ein entzündungshemmendes Schmerzmittel oder ein sehr starkes Medikament, das an körpereigenen Andockstellen für schmerzhemmende Botenstoffe ansetzt, Erfolg verspricht.

Leider hat in der Medizin jedes wirksame Medikament auch Nebenwirkungen. Da bei der chronischen Schmerzkrankheit Medikamente nicht selten über längere Zeiträume gegeben werden müssen, sollten auch Begleiterkrankungen der Patienten bei der Auswahl berücksichtigt werden.

Bei durch direkte Nervenschädigung hervorgerufenem Schmerz können auch bestimmte Medikamente lindernd wirken, die in der Nervenheilkunde sonst zur Behandlung anderer Krankheitsbilder eingesetzt werden.

Es hat sich gezeigt, dass bei der Therapie der chronischen Schmerzkrankheit die Gabe von langwirksamen Medikamenten nach einem festen Zeitschema am effektivsten ist.
Angestrebt wird ein möglichst gleichmäßiger Blutspiegel des Wirkstoffes.

Bei verschiedenen Kopfschmerzformen, wie etwa bei der Migräne oder auch bei Spannungskopfschmerzen, sollten Medikamente zur Behandlung des akuten Anfalls nicht zu häufig eingenommen werden, da sonst ein eigenständiger sogenannter medikamenteninduzierter Kopfschmerz entstehen kann.
Neben der konsequenten Anwendung nichtmedikamentöser Verfahren sind dann Mittel angezeigt, die die Zahl und Schwere der Kopfschmerzattacken reduzieren können. Diese Medikamente zur Prophylaxe sind keine eigentlichen Analgetika und werden meist in anderen Gebieten der Medizin, wie zum Beispiel der Inneren Medizin angewendet.

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