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Schmerzpraxis Berlin-Mitte

Nervenblockaden

In manchen Fällen kann es sinnvoll sein, zeitweilig den fortwährenden Einstrom von Schmerzimpulsen über die Nerven zu durchbrechen. Das im Gehirn zugehörige Schmerzgedächtnis verkleinert sich, der Körper kann chronische Schmerzen wieder „verlernen“.

Dazu werden örtliche Betäubungsmittel verwendet, die in die Nähe der betroffenen Nerven gespritzt werden. Für die Wirkdauer dieser Mittel findet keine Weiterleitung von Nervenimpulsen statt. Da Nerven in der Regel verschiedene Funktionen haben, wie auch die Leitung von Berührungsempfindung und die Steuerung der Muskelaktivität, können Bewegungseinschränkungen und Gefühlsstörungen während der Wirkdauer auftreten.

Abhängig vom Ursprungsort der Schmerzen wird die Nervenblockade am Endast, entlang der großen Nervenstränge der Extremitäten oder in der Nähe des Austritts aus dem Rückenmark durchgeführt.
Um mögliche Komplikationen zu vermeiden und die Erfolgsrate zu erhöhen, kann zur Lokalisation der Extremitätennervenstränge ein Nervenstimulator eingesetzt werden.
Dieses Gerät sendet einen unschädlichen schwachen Strom aus. Anhand der Zuckungen bestimmter Muskelgruppen lassen sich zuverlässig die verantwortlichen Nerven orten.

Bei Erkrankungen, wie zum Beispiel der Gürtelrose, kann die Blockade von Knoten, in denen die Umschaltung eines Nervensystems erfolgt, vor allem im Frühstadium wesentlich dazu beitragen, den späteren Verlauf günstig zu beeinflussen.
Diese Sympathikusblockade ist auch bei dem chronischen regionalen Schmerzsyndrom, einer seltenen Komplikationen nach Hand- oder Fußverletzungen, eine wichtige Maßnahme.
Tritt dieses Syndrom an einer Hand auf, erfolgt die Sympathikusblockade am Hals.

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